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Professionelle Pflegeberatung zur Alltagsbewältigung für Patienten mit Morbus Parkinson und ihre Angehörigen mit angeschlossenen Treffpunkt „Parkinson-Café“ der Firma hilcura in Hannover

 

Ein großer Titel! – Und was heißt das eigentlich?

 

Wir bieten Ihnen – Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind und Ihren Angehörigen - eine Beratung als Hilfe zur Bewältigung von Alltagsproblemen, die im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung stehen.

 

Warum machen wir das?

 

Die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung ist seit Jahren ein Thema in Deutschland. Die Bundesregierung entwirft entsprechende Gesetze, die Weltgesundheitsorganisation macht es zu ihrem Thema und eine Menge Wissenschaftler beschäftigen sich damit. Der Erkrankte merkt davon aber noch nicht viel, da alle Prozesse eher schleppend ablaufen und viele sich fragen: Was ist damit überhaupt gemeint?

 

Prävention und Gesundheitsförderung umfasst viele Bereiche – ein wichtiger Punkt darin ist die Beratung.

 

Manchmal steht der Mensch vor einem Problem, das ihm unlösbar erscheint, die Sorge lähmt die Entscheidungsfähigkeit und weil man dann gar nicht mehr weiter weiß, zieht man sich lieber zurück und lässt vieles „über sich ergehen“. Man fühlt sich nicht ernst genommen, bevormundet und oft versteht man Dritte nicht, wenn sie in ihrer berufseigenen Fachsprache sprechen.

 

Und warum Parkinson?

 

Gerade als chronisch Erkrankter, mit einer Erkrankung, die offensichtlich ein „Anders-sein“ zeigt, kennen Sie das. Sich „langsam bewegen“ heißt nicht zwangsläufig auch „langsam denken“ – leider werden Parkinson-Erkrankte aber so behandelt.

 

Da braucht man morgens eben eine längere „Anlaufzeit“, da kann man sich nun mal nicht sofort bewegen und wenn man dann endlich flott unterwegs ist, dann kommt das Mittagessen und danach ist man eben wieder steif und unbeweglich. Man passt in Kliniken nicht ins normale Ablaufschema und nur wenige verstehen, dass man morgens Hilfe beim Aufstehen braucht, während man zwei Stunden später spazieren gehen kann. Das gibt auch Probleme mit der Familie und den Freunden. Spontan ist man schon lange nicht mehr.

 

Als wenn die Krankheit einen nicht schon genug belastet, muss man sich auch noch mit den Sorgen und Ängsten der Angehörigen auseinandersetzen.

 

Nichts anderes ist das „Meckern und Schimpfen“ letztlich doch. Sie machen sich Sorgen, wissen nicht, wie mit Situationen umzugehen ist, was man Ihnen „zumuten“ kann oder gar, ob man vom Erkrankten überhaupt noch etwas fordern darf. Und oft haben alle Beteiligten das Gefühl: Ich bin ganz allein mit diesem Problem.

 

Dabei fehlt es meistens nur an entsprechenden Informationen. Und diese würden wir Ihnen gerne anbieten. Manchmal liegen Lösungen zum Greifen nah, manchmal muss man aber auch intensiv daran arbeiten und dabei möchten wir Ihnen helfen.

 

Und was können wir für Sie tun?

 

In unserem Pilotprojekt unterbreiten wir Ihnen ein Angebot, das es Ihnen leicht machen soll, sich an uns zu wenden. Unser Angebot wird familiär und einladend präsentiert und wir möchten Ihnen auf einer Ebene des Vertrauens und der Gleichwertigkeit begegnen. Wir wollen Sie nicht belehren, sondern gemeinsam mit Ihnen Lösungen erarbeiten. Wir wollen Partner sein für Sie als Betroffene und auch für Sie als Angehörige und sehen uns als Anlaufstelle und Kontaktpunkt.

Wir unterstützen Sie dabei, ihre Interessen eigenbestimmt und selbstverantwortlich vertreten zu können.

 

Kann man da einfach so hingehen? Und was passiert da?

 

Eine erste Kontaktaufnahme kann einerseits über die pflegerische Beratungshotline erfolgen oder Sie kommen einfach in unserem angeschlossenen Parkinson-Café vorbei, in dem sich Parkinson-Erkrankte und Angehörige mit den Parkinson Nurses im gemütlichen Rahmen austauschen können.

 

Einmal im Monat, jeden zweiten Mittwoch, bieten wir dort Vorträge zu vielen allgemeingültigen Problematiken an und wünschen uns im Anschluss eine Diskussion mit den Betroffenen. Wünsche zu Vortragsthemen nehmen wir gerne an. „Zeitdruck“ soll dabei ein Fremdwort bleiben, denn gehetzt wird in der heutigen Zeit überall genug. Für den Anfang geben wir einen festen monatlichen Termin vor, in der übrigen Zeit steht die Tür zu dem Kontaktraum offen und die Parkinson Nurses können jederzeit angefordert werden. Weiterhin bieten wir Termine je nach Bedarf über die pflegerische Beratungshotline an.

 

Bei Interesse bieten wir auch Schulungen oder Seminare zu Pflegetechniken an.

 

Wir arbeiten mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zusammen, haben engen Kontakt zu Kliniken und Neurologen und streben eine enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen an, zu denen wir keinesfalls „in Konkurrenz“ treten wollen.

 

Wir bieten Informationsmaterial verschiedener Firmen an, präsentieren Hilfsmittel und erstellen, speziell zur Alltagsbewältigung, selber Material, welches wir unter Ihrer aktiven Mitgestaltung an den Bedarf anpassen werden.

 

Muss ich unbedingt selbst betroffen sein?

 

Es ist uns ein großes Anliegen, Betroffene mit ähnlicher Problematik zusammenzuführen und so neue Ressourcen und Sozialkontakte für Sie zu vermitteln. Besonders aber suchen wir auch den Kontakt zu Angehörigen, die die Erkrankung oft „mitleben“ müssen. Angehörige können sich untereinander austauschen und aus den Gesprächen Kraft und Ideen schöpfen wie auch in den Gesprächen mit den Parkinson Nurses konkrete Problemlösungen finden oder einfach mal erzählen, was ihnen Sorgen macht.

 

Es gibt keine „Norm“ für die Gespräche. Alles, was Sie als Betroffenen oder Angehörigen von Erkrankten bewegt, kann zum Thema gemacht werden.

 

Wer sind denn diese „Parkinson Nurses“?

 

Für die Patienten mit Morbus Parkinson stehen zwei ausgebildete Parkinson Nurses bereit. Sie haben sich in langen Jahren Klinikerfahrung eine hohe Kompetenz in medizinischen Fragen erworben und  in Patienten- und Angehörigengesprächen besonders mit Alltagsproblematiken auseinandergesetzt.

 

Zugangsvoraussetzung zu der Weiterbildung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Krankenschwester mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung in der Neurologie.

Die Weiterbildung zur Parkinson Nurse, initiiert durch das Kompetenznetz Parkinson, dauert ein Jahr und umfasst das Krankheitsbild von den ersten Symptomen bis zu den invasiven Therapien im fortgeschrittenen Stadium.

 

Persönliches Engagement geht hier einher mit hoher Fachkompetenz und langjähriger Berufserfahrung, in der die Einsicht gezeigt hat, dass die Sprache des medizinischen Personals nicht die Sprache der Betroffenen ist. Unser Ziel sind nicht nur vereinzelte Gespräche, sondern wir bieten Ihnen Begleitung über einen langen Zeitraum als kompetenter, zuverlässiger Ansprechpartner in allen Fragen zur Alltagsbewältigung, die Sie an uns herantragen.

 

Wie werde ich beraten? Bekomme ich ein komplettes Lösungskonzept vorgelegt?

 

Das Problem liegt bei Ihnen und Sie behalten zu jeder Zeit die Verantwortung für die Lösung. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe und erarbeiten mit Ihnen Lösungswege. Wir liefern Ihnen die Informationen, die Sie brauchen, um Sachverhalte zu verstehen und ihre Situation einzuschätzen, wobei wir uns darauf  einstellen, dass sich die Informationsbedürfnisse im Krankheitsverlauf verändern.

 

Wir bieten Ihnen Unterstützung bei Problemen der Alltagsbewältigung an und möchten Entscheidungshilfen bei pflegerelevanten Problemen geben. Sie sollen sich in ihren Entscheidungen sicher fühlen, und ihre Wünsche kompetent gegenüber Dritten vertreten können. Idealerweise werden Krankenhausaufenthalte aus Gründen der Unsicherheit vermieden.

 

Und wenn ich so betroffen bin, dass ich nicht ins Beratungscenter kommen kann oder ich mich alleine gar nicht traue?

 

Unser langfristiges Ziel ist die bundesweite Ausweitung der Pflegeberatung, um allen Parkinson Patienten eine kompetente Begleitung durch speziell ausgebildetes Gesundheitspersonal zu ermöglichen. Als erster Schritt dient eine Telefon-Hotline, die Erkrankten außerhalb unseres Einzugsbereiches ebenfalls die Möglichkeit geben soll, eine spezielle Beratung in Anspruch nehmen zu können.

 

Hausbesuche bei Ihnen vor Ort dienen zum einen dem Zweck, Ihr Umfeld besser kennenzulernen, zum anderen sollen auch Betroffene, die nicht mehr in der Lage sind aus eigener Kraft unsere Räumlichkeiten aufzusuchen, ihr Recht auf Beratung wahrnehmen können.

 

Ziel ist auch hier, die Betroffenen zu mobilisieren, damit sie sich – wenn nötig mit Hilfe – aus dem Haus zurück in die Gesellschaft anderer Menschen zu begeben. Dieser Schritt fällt leichter, wenn man der Einladung einer Person folgt, der man vertraut.

 

Vertrauen soll auch die Basis sein, wenn Patienten in einer stationären Pflegeeinrichtung Beratung benötigen. Eine kooperative Zusammenarbeit mit den professionellen Gesundheitsmitarbeitern ist dabei unbedingt erwünscht. Bereits bei der Diagnosestellung in Kliniken stehen wir beratend zur Seite und begleiten die Betroffenen so von Anfang an mit relevanten Informationen und bei der Erarbeitung von Lösungsschritten. Bei stationären Aufenthalten stehen wir ebenfalls beratend zur Seite.

 

 

 

Und jetzt?

 

Wir möchten Sie einladen, uns unverbindlich kennenzulernen. Kommen Sie zu unseren

 

                                        Parkinson Café

                                        einmal im Monat

                                        an jedem  2. Mittwoch

                                        zwischen 14 und 18 Uhr

 

 

Oder Sie rufen einfach ganz unverbindlich an und sprechen „einfach mal so“ mit Frau Feldmann oder Frau Bartsch unter der Telefonnummer 0511 – 45 20 22.

 

Viele Wege führen zu uns … wir freuen uns auf Sie.